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Wer ist gefährdet?
Sturzfolgen
Bewegung
Sturzrisiko senken |
Im Alter verschlechtern sich das
Gleichgewicht und die Muskelkraft - das Sturzrisiko steigt. Oft führen
Knochenbrüche bei älteren Menschen zur Pflegebedürftigkeit. Es ist wichtig,
rechtzeitig vorzusorgen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie
Gefahren vermeiden und durch gezieltes
Training Ihre Kraft
und das Gleichgewicht verbessern.
Ältere Menschen wünschen sich meist nur eins, lange gesund und selbstständig
zu bleiben. Ein Sturz kann schnell zur Pflegebedürftigkeit führen. Besonders
gefährdet sind Senioren
ab dem 70. Lebensjahr. Meist spielen bei
einem Sturz diese
zwei Faktoren zusammen eine große Rolle:
Innere Faktoren
wie Gleichgewichts-, Gang- und Sehstörungen sind meist Ursachen eines
Sturzes - sie nehmen mit dem Alter zu. Erkrankungen wie Parkinson, Demenz,
Schlaganfall oder Muskelschwäche beeinträchtigen die Gangsicherheit
zusätzlich. Auch die Einnahme von Medikamenten erhöht das Sturzrisiko.
Äußere Faktoren
wie lose Kabel, Teppichränder, nasse Böden, schlechte Beleuchtung oder
schlecht sitzende Schuhe sind häufige Stolperfallen. Zum Beispiel bei einer
Gangstörung reicht meist schon ein kleiner Teppichrand für einen Sturz.
Die häufigsten Folgen sind Knochenbrüche,
meist an Armen, Beinen, den Rippen oder am Kopf. Am bekanntesten ist aber
der Oberschenkelhalsbruch - die Folgen sind meist schwer und ältere Menschen
kommen danach nicht mehr so recht auf die Beine.
Neben den Verletzungen kommt die Angst vor weiteren Stürzen dazu, die Folge
ist ein Teufelskreis: Meist werden die Aktivitäten eingeschränkt, das führt
wiederum zu Muskelabbau und das Risiko eines weiteren Sturzes nimmt zu. Ein
gezieltes Training und meist nur ein paar Handgriffe im Haushalt helfen
Ihnen einen Sturz vorzubeugen.
Wichtig ist regelmäßige Bewegung, da die
körperliche Aktivität das Sturzrisiko senkt. Wir empfehlen regelmäßige
Spaziergänge, Ergometertraining beim Fernsehen oder ein leichtes
Krafttraining für Arme und Beine. Schon mit wenigen Übungen können Sie viel
erreichen und Ihre Kraft und das Gleichgewicht deutlich verbessern.
Zusätzlich können Sie Vitamin D einnehmen, das auch für mehr Kraft sorgt.
Neben dem regelmäßigen Muskeltraining, sollten Sie mit dem Älterwerden Ihre
Gewohnheiten und Ihre Wohnung auf Sturzrisiko untersuchen.
· Tragen Sie Schuhe mit rutschfesten Sohlen
· Setzen Sie Hilfsmittel ein
· Wischen Sie sofort auf, wenn Sie etwas verschüttet haben
· Vermeiden Sie es, auf nassem Boden zu gehen
· Hüftprotektoren beugen einem Oberschenkelhalsbruch vor
· Lassen Sie Ihre Sehstärke überprüfen
· Benützen Sie beim Treppensteigen den Handlauf
· Achten Sie immer auf gute Beleuchtung
In der Wohnung sollten Sie
· Türschwellen entfernen
· Teppichvorleger befestigen oder entfernen
· Haltegriffe und Antirutschmatten für Bad und WC anbringen
· Wacklige Trittleitern entsorgen
· Keine Gegenstände liegen lassen, lose Kabel befestigen
· gut beleuchten, zusätzlich Nachtlichter anbringen
Bei erhöhtem Risikofall empfiehlt sich ein Hausnotrufsystem.
Beratung dazu erhalten Sie bei Ihrer Pflegekasse.
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