KREISPflegeheim BIBERACH

 

 

 

Anja Lange-Weishaupt
Diplom-Pflegewirtin
Pflegewissenschaftlerin
anja.lange-weishaupt@kliniken-bc.de
Telefon 07351 55-3040

Stv. Pflegedienstleiterin
Zentrale Qualitätsbeauftragte
Kliniken Landkreis Biberach GmbH

 

Aktivierung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gartenarbeit

 

 

 

 

 

Tiertherapie

 

 

 

 

 

 

 

 

Hauswirtschaftliche Tätigkeiten

 

 

 

 

 

Frühstück

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ehrenamt

Entwicklungen am Kreispflegeheim Biberach, 22.10.08

 

Qualität in der Altenhilfe - ein Schlagwort in Tagespresse und gängiger Fachliteratur. Hintergrund sind zunehmend wissenschaftlich belegte Erkenntnisse darüber, was pflegebedürftigen Menschen gut tut. Der Begriff der Pflegebedürftigkeit bezieht dabei vor allem die sozialen Bedürfnisse des alternden Menschen ein. Es ist Aufgabe des geschulten Fachpersonals diese Bedürfnisse vor allem bei kranken, alten Menschen zu erspüren, da diese oft von Krankheit, insbesondere Altersdemenz, verdeckt sind.

Im täglichen Aktivierungsangebot des Kreispflegeheims Biberach wurde bereits in der Vergangenheit darauf geachtet, durch unterschiedliche Aktivitäten wie Basteln, Malen, Spielen, Gymnastik diesen Bedürfnissen gerecht zu werden. Das Wissen um die Neigungen und Interessen der Bewohner wird im Rahmen der Biografiearbeit gewonnen. Im Rahmen seiner kontinuierlichen Weiterentwicklung fokussierte das Kreispflegeheim Biberach in diesem Jahr Themen wie Gartentherapie, Tiertherapie und verstärktes Alltagshandeln im Bewohnerumfeld.

In Anlehnung an diese bewährten Konzepte wurde im Frühjahr diesen Jahres Balkonkästen angeschafft und gemeinsam mit den Bewohnern bepflanzt. Parallel dazu entstand ein Hochbeet, das es ermöglicht, stehend oder sitzend, kleinere Gartenarbeiten zu verrichten. Aktuell ist das Hochbeet mit Kräutern bepflanzt.

Katzen haben sich in der tiergestützten Therapie bewährt, bei der es darum geht, die Versorgungs- und Lebensqualität für Demenzerkrankte zu verbessern. Die beiden Katzenkinder Max und Moritz, haben die Bewohner mit großer Freude und Begeisterung empfangen, nach gründlicher Vorauswahl und tierärztlichem Check. Max und Moritz sind sehr zutraulich und somit profitieren auch immobile Bewohner von diesen beiden „Mitarbeitern“.

Um noch vorhandene motorische und kognitive Ressourcen zu erhalten und auch auf emotionaler und sozialer Ebene zu fördern, bietet es sich an, alltägliche Verrichtungen in den Bewohneralltag zu integrieren. So werden vereinzelt kleinere hauswirtschaftliche Tätigkeiten von Bewohnern verrichtet bspw. kleine Wäschestücke gefaltet.

 

Das morgendliche Frühstück kann zeitlich individuell von den Bewohnern eingenommen werden. Nach Abkehr vom standardisierten Tablettfrühstück einer Großküche wird nun gefrühstückt wie einst daheim. Marmelade im Glas, Wurst, Käse, verschiedene Brotsorten im Korb und vieles mehr ist nun von den Bewohnern unmittelbar am Tisch wählbar. Die Aufforderung „Geben Sie mir mal die Butter, bitte“ veranlasst den Tischnachbarn diese herüberzureichen und so mancher Bewohner schmiert dem Tischnachbarn das Brot gleich mit.

Ehrenamtliche und Paten unterstützen das Team des Kreispflegeheims bei allen Aktivitäten. Diese Menschen wollen wir fördern durch Fortbildung und Qualifikation. Es gibt viele Möglichkeiten für ein Ehrenamt: Basteln, Vorlesen, Spaziergänge, Musizieren, Organisieren, Backen oder Erzählen. Die Mitarbeiter des Kreispflegeheims freuen sich immer über engagierte Helfer.

 

Ziele


· Förderung der Verbindung von Mensch und Natur unabhängig von Einschränkungen (man kann auch im Sitzen gärtnern)


· Sinneserfahrungen wie sehen, riechen, fühlen als Erlebnisqualitäten nutzen


· Erhaltung von Mobilität, Interesse und mentaler Funktionen


· Freude, Initiative, Sinn, Selbstwert


· Das Aufbrechen von Isolation, Förderung von Gemeinschaft


· weniger Schlaf-Schmerz- und Beruhigungsmittel