LABOR KREISKLINIK RIEDLINGEN

Entwicklung

Seit der Entstehung des Riedlinger Krankenhauses gibt es dort auch Laboruntersuchungen. Die Mediziner stützen sich seit jeher in ihrer Diagnostik auf Laborergebnisse. Auch die Erweiterung des medizinischen Wissenstandes ist ohne Labor nicht denkbar. Mit der Erfindung des Mikroskops wurde ein Meilenstein in der Medizingeschichte geschrieben. Noch heute ist das Mikroskop aus einem Labor nicht wegzudenken.
In den Anfängen des Krankenhauses wurden einfache und vergleichsweise wenige Labor-Untersuchungen durchgeführt. Beim Urin wurden Geruchtests gemacht, Stuhl wurde auf Wurmeier untersucht und Magensaft wurde auf den Säuregehalt analysiert.
Das Labor ist ein Funktionsbereich, der von der Medizinischen Klinik, ärztlich geleitet wird. Ebenso wie die Krankenversorgung und Medizin sich weiterentwickelte, hat sich auch die Laborlandschaft mitentwickelt. Heute werden täglich bis zu 130 Probeneingänge registriert. Um viele Proben mit wenig Personal zu bewältigen, sind viele Untersuchungen automatisiert.


Service
Ende 1999 hat sich die Geschäftsführung der Federseeklinik und der Schlossklinik aus Bad Buchau entschlossen, einen Großteil ihrer Labor-Untersuchungen bei uns bestimmen zu lassen. Wir haben durch diese Zusammenarbeit ein um 70 Prozent höheres Untersuchungsaufkommen täglich und können noch effizienter arbeiten. Wir bieten den Kliniken einen guten Service und die Zusammenarbeit verläuft für beide Seiten sehr zufriedenstellend.


Leistungen
Jährlich analysieren wir durchschnittlich 230.000 Untersuchungen im Bereich der klinischen Chemie (Leberwerte, Herzenzyme, Nierenwerte, Elektrolyte, Enzyme der Bauchspeicheldrüse, Blutfette), 24.000 Blutbilder, 17.000 Gerinnungen und 2.000 Urine. Eine Blutanalyse mit bis zu 35 Ergebnissen dauert heute von der Abnahme bis zum fertigen Befund nicht einmal mehr 45 Minuten. Die benötigte Serummenge je Untersuchung hat sich auf ein Volumen von 50 – 200 µl reduziert.

Wir bieten in unserem Haus 70 und im Verbund mit unserem Zentral-Labor in Biberach bis zu 130 verschiedene Laborparameter an. Zudem werden bakteriologische Untersuchungen im Zentral-Labor durchgeführt. Jeder neu aufgenommene Patient erhält, zu jeder Tages- oder Nachtzeit, eine Blutabnahme mit einem umfangreichen Profil. Dies führt zu schneller und sicherer Diagnosestellung mit zeitnahem, adäquatem Therapiebeginn. Während der Behandlung kommt es zu weiteren Blutabnahmen und Beurteilung des Therapieerfolgs. Zu der immer kürzer werdenden Liegedauer tragen schnelle Laborbefunde als wesentlicher Faktor bei.



Klinische Chemie, Mikrobiologie
Wir konzentrieren uns hauptsächlich auf diagnose- und therapienotwendige Parameter. Spezialtests, die nicht als akut notwendig eingestuft sind, führt das Zentral-Labor durch. Zu akuter Labormedizin gehören insbesondere Untersuchungen bei Leukämieverdacht oder Malariainfektion, da diese ein schnelles Erkennen und Handeln notwendig machen.


Hämatologie
Vor größeren Eingriffen wird im Labor zusätzlich die Blutgruppe bestimmt und mit Blutkonserven auf Verträglichkeit getestet. Aber nicht nur auf Blutbedarf bei operativen Eingriffen sind wir eingerichtet. Häufig werden auch Patienten mit akuten Blutungen (Magen-Darm, Unfälle) eingeliefert. Hierfür unterhalten wir ein Depot, in dem ständig ca. 20 Blutkonserven der Blutgruppen A, B und O verfügbar sind. Schnelle Bluttransfusionen können Leben retten. Jährlich führen wir 850 Blutgruppenerstbestimmungen durch und übertragen zwischen 650 und 700 Blutkonserven.
Eine moderne EDV-Vernetzung unter den Häusern ermöglicht einen schnellen Zugriff und Austausch von Laborbefunden. Dies ist bei Verlegung von Patienten von großem Vorteil.

Qualität
Die Qualitätsansprüche an ein Labor sind sehr hoch, dienen Laborergebnisse doch häufig als Grundlage für Diagnose und Therapieerfolg. Wir beschäftigen nur qua-lifiziertes Personal und unsere Methoden und Geräte werden täglich internen Qualitätskontrollen unterzogen. Die Qualitätskontrolle unterliegt strengen Vorgaben und entspricht den Richtlinien der Bundesärztekammer. Darüber hinaus nehmen wir mit jedem einzelnen Laborparameter an vier externen Qualitätskontrollen pro Jahr teil. Zertifikate hierüber werden an die Kassenärztliche Vereinigung weitergeleitet.
Inzwischen sind bis zu 5% aller Untersuchungen den Qualitätskontrollen zuzuordnen. Ein erheblicher Kosten-Faktor, denn Kontrollmaterial ist teuer. Wir sind ständig bestrebt unseren Wissenstand hoch zu halten, mit moderner Technik zu arbeiten und somit auch als eher kleines Haus unseren Patienten höchstmöglichen Standard zu bieten.