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Klinik FÜR CHIRURGIE RIEDLINGEN
Behandlungsmöglichkeit bei Schulterschmerz |
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Wer ist betroffen?
Wann kommt eine Schulterprothese in Frage?
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Mindestens zehn Prozent aller Menschen – Frauen und Männer gleichermaßen – leiden unter Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Schulterbereich.
Gehäuft treten diese Beschwerden im sechsten Lebensjahrzehnt auf. Teilweise klagen aber bereits 40-Jährige über Schulterschmerzen. Fakt ist: Mit zunehmendem Alter nutzen sich Gelenkknochen, Muskeln und Sehnen ab. Das reibungslose Zusammenspiel wird dadurch gestört, Schmerzen schränken die Beweglichkeit der Schulter zusätzlich ein.
Spätestens dann, wenn die Schulter ständig schmerzt, Anziehen, Waschen oder selbst Kämmen zur mühsamen Qual werden und konservative Behandlungsmethoden nicht mehr ausreichen, sollte erwogen werden, die verschlissenen Gelenkflächen der Schulter zu ersetzen. Als eine neue und viel versprechende Behandlungsmethode bietet sich die Möglichkeit einer „inversen“ Schulterprothese an. „Invers“ deshalb, weil sie im Vergleich zum normalen Gelenk umgekehrt konstruiert ist. Der Vorteil: Das Drehzentrum der Schulter wird nach unten und innen verlagert und so kann anstatt der kaputten Rotatorenmanschette der Deltamuskel die Funktion für die Prothese übernehmen.
Bei den meisten Patienten ist der Gedanke an eine Schulterprothese noch ein ungewohnter. Doch in Deutschland erfolgen mittlerweile rund 10.000 Implantationen von künstlichen Schultergelenken pro Jahr und der Gelenkersatz durch ein künstliches Schultergelenk ist heute in der Hand eines gut ausgebildeten Spezialisten ein Routineeingriff, durch den sich mit einer individuellen Nachbehandlung die Lebensqualität erheblich und nachhaltig verbessern lässt. |
Wie lange hält eine neue Schulterprothese? Im Durchschnitt zwischen 8 bis 15 Jahre.
Wie schwer ist eine OP der Schulter, wie lange dauert sie? Das ist heute kein besonders schwieriger Eingriff mehr. Die Operation dauert insgesamt etwa eine halbe Stunde.
Wie lange ist man als Patient danach noch eingeschränkt? Das kommt auf den Eingriff an. Wird das Gelenk ausgetauscht oder die Rotatorenmanschette repariert, können es schon sechs bis acht Wochen sein.
Bezahlt die Krankenkasse ein solches neues Gelenk – unabhängig vom Alter eines Patienten? Ja, selbstverständlich. Jedoch ist es nicht unbedingt in jedem Alter noch sinnvoll. Der Arzt entscheidet zusammen mit dem Patient, was hilfreich ist. Manchen älteren Patienten genügt es zum Beispiel, einfach wieder schmerzfrei zu sein. Jüngeren Patienten ist dagegen die Leistungsfähigkeit – auch im sportlichen Bereich – sehr wichtig.
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