UROLOGISCHE Klinik Biberach

Potenzprobleme, Blasenschwäche, Krebs –

 

Ist es heute leichter mit Patienten über solche

Erkrankungen zu sprechen?

 

In der Urologie hat sich sehr viel getan, hauptsächlich durch die Möglichkeiten des Internets. Die Patienten sprechen Probleme deutlich offener an: Potenzprobleme werden am häufigsten genannt. Der offene Umgang mit der Erektionsschwäche auch in den Medien erleichtert offensichtlich den Einstieg in ein solches Gespräch. Der Urologe ist hier ein idealer und kompetenter Ansprechpartner. Die Urologische Klinik in Biberach bietet das gesamte Spektrum der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten, von der einfachen Tabletteneinnahme bis zu instrumentellen Hilfsmitteln. Auch die psychologische Beratung und Betreuung durch Konsiliarärzte ist wichtig.

 

Das Thema Blasenschwäche wird eher noch verheimlicht. Es ist offensichtlich noch nicht so bekannt, dass es auch hier neue therapeutische Möglichkeiten für Mann und Frau gibt. An unserem modernen Messplatz zur Blasen- und Schließmuskelfunktionsprüfung und mit minimalinvasiven Operationsverfahren lindern oder lösen wir dieses sehr lästige Problem.

 

Bei dem Thema Krebs reagieren Patienten völlig unterschiedlich. Die einen nehmen die Diagnose gefasst entgegen und lassen sich über die therapeutischen Möglichkeiten beraten, die anderen glauben mit der Diagnose Krebs sei das Todesurteil bereits gefällt. Dabei haben sich auch auf diesem Gebiet sehr große Fortschritte ergeben, so dass z. B. Hodenkrebs heute fast immer heilbar ist. Beim Nierenzell-Carzinom oder Prostata-Carzinom erreichen wir durch die Vorsorge und frühzeitige Diagnose auch sehr viel höhere Heilungsraten als noch vor 15 Jahren.

Was kann man

zur Vorsorge tun?

 

Welche

Alarmzeichen gibt es?

Die Vorsorge des Mannes beginnt ab dem 40. bzw. 45. Lebensjahr und auch der Darm sollte ab dem 50. Lebensjahr konsequent untersucht werden. Leider tun dies erst ca. 20 % der Männer. Die Frauen nehmen es mit ihrer gynäkologischen Vorsorge sehr viel ernster. Klar ist, dass frühzeitig entdeckte Prostatacarcinome eine wesentlich bessere Prognose haben. Wir können diese oft durch nerv- und potenzschonende Operationsverfahren oder in Kürze auch durch eine Strahlentherapie hier in Biberach heilen.

 

Alarmierend sind besonders die nicht schmerzhaften Zeichen. Allen voran: Blut im Urin. Hier muss solange von einer ernsten, sprich tumorösen Erkrankung ausgegangen werden, bis das Gegenteil bewiesen ist. Für die urologische Diagnostik stehen heute modernste Ultraschallgeräte, ein schneller Computertomograph sowie zwei Kernspintomographen in der Kreisklinik Biberach bereit.

Von welchen Fortschritten profitieren die Patienten heute am meisten?

 

In der Urologie steht an erster Stelle die Sonographie: Ein schmerzloses, wiederholbares Verfahren, das uns in minutenschnelle ermöglicht, krankhafte Befunde sehr rasch darzustellen, die dann weiter abgeklärt werden können. Dass wir Nierentumore heute immer häufiger in frühen Stadien organerhaltend operieren können, verdanken wir der sonographischen Technik.

 

Auch auf dem Gebiet der Harnsteine gibt es große Erfolge durch die Entwicklung der Extracorporalen Stoßwellentherapie (ESWL) aber auch durch die Fortentwicklung dünnster, flexibler, endoskopischer Instrumente in Kombination mit den millimeterdünnen Holmium-Laserfasern. Wir entfernen in Biberach nur noch 3 % der Harnsteine durch Schnittoperation.

Bei den Prostata-Operationen gilt die transurethrale Elektroresektion der Prostata (TUR-Prostata) immer noch als „goldener Standard". Dazu kommen "Holmium- und Greenlight-Laser" zur Verdampfung des Prostatagewebes. Diese werden ihre Überlegenheit erst noch beweisen müssen.

Wie geht es weiter

nach einem Klinikaufenthalt?

 

Auch nach der Entlassung sind die Patienten und ihr Hausarzt nicht allein gelassen. Niedergelassene Urologen sowie auch in besonderen Fällen die urologische Ambulanz der Kreisklinik Biberach stehen für die qualifizierte Nachsorge bereit. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit der onkologischen Praxis im Hause. Unsere Physiotherapeuten sind hervorragend für urologische Patienten ausgebildet. Anschlussheilbehandlungen z. B. in der Federseeklinik Bad Buchau, die wir selbst konsiliarisch betreuen, werden von unserem Sozialen Beratungsdienst organisiert.

 

In der Urologischen Klinik werden alle Erkrankungen der ableitenden Harnwege, der Nieren, der Blase und der Prostata umfassend und im engagierten Team diagnostiziert, behandelt und nachgesorgt.