Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

 

Ursachen


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Behandlung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachsorge

 

 

 

 

 

 

 

Unfall - Fehlbelastung, falsche Bewegung

Beim Fußball, Tennis, Radfahren aber auch bei alltäglichen Bewegungen kann es zu Fehlbelastungen oder kurzen falschen Bewegungen kommen, die zu Knorpelschäden führen können. Meist sind junge, sportliche Menschen betroffen.

 

Krankheit - Osteochondrosis Dissecans

(osteo: Knochen, chondros: Knorpel, dissecare: abstoßen)

tritt häufig im Wachstumsalter und im jungem Erwachsenenalter auf. Im Verlauf dieser Krankheit kann es durch den Befall von einzelnen Knochengebieten zu einer Erkrankung des Knorpels kommen. Dadurch können sich kleine Stücke vom Knorpel ablösen.

 

Abnutzung - Arthrose

Menschen ab 50 sind häufiger betroffen. Arthrose entsteht durch die altersbedingte Abnutzung des Gelenks. Wenn Knochen auf Knochen reiben ist meist die einzig mögliche Therapie ein Ersatz der Gelenkfläche durch eine Knieendopothese. Die Knorpelzell-transplantation kann nur in seltenen Fällen angewandt werden.

 

 

Die Behandlung eines Knorpelschadens ist abhängig vom Grad der Schädigung des Gewebes. Sorgfältig prüfen wir die Möglichkeiten der Therapie und den Nutzen. Je Lebensalter und Aktivitätsgrad des Patienten gibt es verschiedene Methoden Knorpelschäden zu heilen. Ein auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen basierendes Therapiekonzept führt in vielen Fällen zu einer deutlichen Besserung oder sogar zum Ausheilen der Gewebeschäden. Gemeinsam mit dem Patienten wählen wir das beste Verfahren.

 

Herkömmliche Behandlungen (arthroskopisch)
Droht bei einem Knorpeldefekt der darunter liegende Knochen abzusterben, ist die "Anbohrung" das geeigente Verfahren. Indem man den Knochen anbohrt, verbessert man die Durchblutung und erreicht auch, dass Blut austritt. Die Körperzellen im Blut bleiben am Knorpelschaden hängen und bilden dort einen Ersatzknorpel.
 

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert die Mikrofrakturierung. Auch sie nutzt die Selbstheilungskräfte und zielt darauf ab, dass der Körper einen Ersatzknorpel bildet. Dafür perforiert der Chirurg den Knochen regelrecht. Die Stammzellen in dem austretenden Blut bilden den neuen Knorpel. Er ist zwar dem Original unterlegen, kann aber Schmerzen abbauen oder den Krankheitsverlauf hinauszögern.


Beim so genannten Shaving (englisch für Rasieren) werden lose Randbereiche und herausragende Knorpelstücke entfernt, ohne den eigentlichen Knorpelschaden zu behandeln. So verhindert man das Reiben loser Knorpelstücke, die den Schaden schnell verschlimmern können.

Auch die herkömmliche Methode hat Vorteile. Die krankengymnastische Behandlung führt bei kleinen Knorpelschäden ohne Funktionsverlust in fast allen Fällen zu guten Ergebnissen. Auch hier bieten die vier Kreiskliniken ein ganzheitliches Konzept auf hohem Niveau.
 

 

Knorpel- oder Knochentransplantation in einem Schritt
Bei Knorpeldefekten, die in der Belastungszone des Kniegelenkes liegen, transplantiert man Knorpel aus einem nicht belasteten Gelenkanteil. Mit Hilfe zylinderförmiger Stanzen wird Knorpel- bzw. Knochen entnommen und sofort an die verletzte Stelle transplantiert.

Für größere Defekte ist die Entnahme mehrerer Zylinder notwendig. In der Regel wird der Knochenzylinder an unbelasteten Gelenkanteilen des Kniegelenkes entnommen und in das Knie, das obere Sprunggelenk oder das Hüftgelenk transplantiert. Die Stanzlöcher schließen sich selbstheilend.

 

 

ACT - Knorpelzellnachzüchtung und Transplantation in zwei Schritten
Bei ACT (Autologe Chondrozyten Transplantation) entnimmt man dem Knie des Patienten in einer ersten Operation gesunde Knorpelzellen in Form eines Zylinders. Diese OP kann meistens arthroskopisch durchgeführt werden (Kniespiegelung).

Die gewonnenen Knorpelzellen vermehren sich anschließend ca. drei Wochen im Labor. In einer zweiten, meist offenen Operation setzt man diese wieder in das Gelenk ein. In den Kreiskliniken wird die so genannte Matrix- gekoppelte ACT Methode angewendet. Dabei werden die Knorpelzellen auf einer Art Knorpelpflaster gezüchtet und mit dieser Keimschicht in den gereinigten Defekt des Gelenks mikrochirurgisch eingepflanzt. Der Körper baut die Keimschicht selbstständig ab, gleichzeitig produzieren die Knorpelzellen neuen Knorpel.

 

 

 

Meist kann der Patient unter Anleitung unserer Physiotherapeuten schon am ersten Tag nach der Operation aufstehen. Zusätzlich bewegt eine Bewegungsschiene das Knie im Bett.

 

Das Bein sollte nur begrenzt bewegt werden, damit der Knorpel gut einheilen kann. Damit das Bein entlastet wird, sind für einige Wochen Gehhilfen erforderlich.

 

Fehlbelastungen durch Sport

 

 

 

fragmentierter Knorpelschaden

 

 

 

Knorpelzelltransplantat

 

 

 

Transplantation

 

 

 

Bewegungsschiene