|
Symptome
Diagnose
Therapie
Eingriffe
Vorsorge und Selbsthilfe |
Die Verengung der Arterien verläuft schleichend. Wenn die Erkrankung
nicht rechtzeitig behandelt wird, schreitet sie immer weiter fort. Folgen
können „offene Beine“, Amputation von Zehen, dem Unterschenkel oder sogar
vom Bein sein. Die Symptome werden in Stadien eingeteilt.
Stadium I
Anfangs hat der Patient meist noch keine Beschwerden. Erste Anzeichen auf
die Krankheit können ständig kalte Beine sein. Bei Männern können
Erektionsstörungen hinzukommen.
Stadium II
Patienten haben im zweiten Stadium belastungsabhängige Schmerzen in den
Beinen. Schmerzen treten beispielsweise beim Radfahren, Spaziergang oder
beim Treppensteigen auf und bedeuten meist, dass unter Anstrengung die
Durchblutung nicht mehr ausreicht. Diese krampfartigen Schmerzen in den
Beinen erzwingen meist eine Pause. Nach kurzer Zeit verschwinden die
Schmerzen wieder. Diese Symptome sollten Sie medizinisch abklären lassen.
Stadium III
Im dritten Stadium ist die Durchblutung so eingeschränkt, dass die Schmerzen
sogar im Ruhezustand auftreten. Besonders nachts, wenn die Beine horizontal
liegen, wird der Blutfluss
zusätzlich erschwert. Die Schmerzen hören erst wieder auf, wenn man sich
aufsetzt.
Stadium IV
Im vierten Stadium ist die Durchblutung so schlecht, dass
Geschwüre an Füßen und Zehen entstehen, die sehr schlecht oder gar nicht
mehr abheilen und mit der Zeit schwarz werden.
Akuter Verschluss
Ein akuter Verschluss kann durch einen Pfropf (Thrombus) der sich aus einer
Engstelle gelöst hat, in die Blutbahn gelangen und ein Gefäß verstopfen
(Embolie). Ein akuter Verschluss ist ein Notfall. Schmerzen, Kältegefühl und
Taubheit sind die Symptome
Zuerst bestimmen wir die Blutwerte um
mögliche Risikofaktoren wie z. B. Cholesterin festzustellen. Anschließend
werden die Gefäße mit einem Stethoskop abgehört. Durch die
Beschleunigung und Verwirbelung des Blutstroms können wir feststellen ob
eine Verengung vorliegt.
Um die Diagnose abzusichern werden die Gefäße noch mit Ultraschall und
Angiographie untersucht. Mit der Doppler-
sonographie messen wir die Strömung des
Blutes, mit der Duplexsonographie können wir die Gefäße darstellen. Die
Angiographie ist eine spezielle Untersuchung, bei der die
Gefäße durch Kontrastmittel dargestellt
werden. Bei beiden Untersuchungen lassen sich Verkalkungen und Engstellen
der Gefäße feststellen.
Das Risiko einer Verengung haben besonders
ältere Menschen, Raucher und Menschen, die unter einem hohen Blutdruck
leiden oder Fettstoffwechselstörungen haben. Zunächst behandeln wir deshalb
die Ursachen.
Gehtraining und Gymnastik sind sehr hilfreich. Durch das regelmäßige
Training, kann man erreichen, dass sich neue Gefäße um das verengte Gefäß
bilden. Es kommt dann wieder mehr Blut in die Beinmuskulatur. Wir ermitteln
die Strecke, die der Patient schmerzfrei laufen kann. Im regelmäßigen
Training sollte der Patient nicht bis zur Schmerzgrenze gehen sondern lieber
öfters eine kleinere Stecken wählen.
Außerdem können Betroffene Medikamente bekommen, die die Anlagerung von
Blutplättchen verhindern sollen und das Blut dünnflüssiger werden lässt.
Kann keine Operation durchgeführt werden, bekommen Betroffene im 3. Stadium
Medikamente verabreicht, die gefäßerweiternd wirken.
Bypass-Operation
Bei Verschluss von einer größeren Strecke, kann eine Bypass-Operation
durchgeführt werden. Dabei werden eine Vene oder ein Kunststoffschlauch als
Umleitung für das verengte Gefäß eingesetzt.
Gefäßaufdehnung
Über einen Zugang führen wir einen dünnen Schlauch (Katheter) in das
verengte Gefäß. Der Katheter wird als Führungsdraht für einen Ballon
verwendet, der bis zur verengten Stelle des Gefäßes geführt wird. Um das
Gefäß wieder zu öffnen, wird der Ballon und somit die Verengung aufgeweitet.
Zusätzlich kann eine Gefäßstütze an der aufgeweiteten Stelle platziert
werden, die das Gefäß offen hält.
Operation
Zum Teil können wir Verkalkungen ausschälen und die Schlagader erweitern,
indem wir einen dünnen Kunststoffstreifen einnähen. Die Operation kann in
Vollnarkose, aber auch mit einer Regionalanästhesie durchgeführt werden.
Amputation
Nur wenn die Durchblutungsstörung so stark ist, dass eine Extremität
abstirbt, wird amputiert.
Einem Gefäßverschluss können Sie vorbeugen,
indem Sie die Risikofaktoren herausfinden und so gut es geht vermeiden.
Rauchen
Das größte Risiko ist das Rauchen. Für viele ist das Aufhören ein leidiges
Thema. Dennoch sollen Sie es versuchen, die Schmerzen in den Beinen werden
dadurch deutlich besser.
Krankheiten
Lassen Sie Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder einen erhöhten
Cholesterinspiegel behandeln.
Ernährung
Achten Sie auf eine gesunde Ernährung und meiden Nahrungsmittel mit
Fettsäuren.
Gehtraining
Planen Sie ein tägliches Gehtraining in Ihren Tagesablauf ein. Sie können
dadurch Ihre Gefäße stärken, es wirkt sich positiv auf eventuelles
Übergewicht aus und verbessert dadurch erhöhte Diabeteswerte.
Schuhe und Strümpfe
Zum täglichen Gehtraining gehört gutes Schuhwerk. Achten Sie bei all Ihren
Schuhen auf eine gute Verarbeitung, vorallem auf gut verarbeitete
Innennähte, die nicht scheuern. Empfehlenswert sind flache Schuhe, die keine
Druckstellen verursachen. Vermeiden Sie Kompressionsstrümpfe, sie
verschlechtern die Durchblutung.
Fußpflege
Ganz wichtig ist die sorgfältige Fußpflege. Schauen Sie am besten täglich
nach kleinen Verletzungen. Wenn Sie eine bemerken, gehen Sie unbedingt zum
Arzt. |


Bypass-Operation: 1. Freilegen

2. Einnähen der Gefäßprothese

3. Fertigstellen der Anschlussstelle
|